Immer wieder wird versucht, den Nachweis von Drogen im Urin zu erschweren. Neben vielen Alltagsrezepten sind auch Präparate erhältlich, die helfen sollen, bei der Urinanalyse unbeschadet davonzukommen. Mit wenig Aussicht auf Erfolg.
HERBERT HONEGGER*
Ende August veröffentlichte die Weltwoche einen Artikel über sogenannte "Urinreiniger", Einnahmepräparate also, die angeblich Drogenrückstände im Urin zum Verschwinden bringen.
Die zahlreichen Anfragen, die nach der Publikation dieses Artikels bei uns eingingen, offenbarten viel Unsicherheit und zahlreiche Fehlinformationen. Der nachfolgende Beitrag soll eine Verständnisgrundlage schaffen und einige Mißverständnisse beseitigen. Die Thematik wird vereinfacht dargestellt, und detailliertere Angaben wurden z.T. bewusst weggelassen. Eine umfangreichere Version kann Jedoch vom Autor angefordert werden.
ANMERKUNG:
Der Artikel bezieht sich immer - sofern nicht anders vermerkt - auf die üblicherweise in der Routine eingesetzten immunologischen Drogentestsysteme (sogenannte Screening-Methoden).
Verfälschungsrezepte- und präparate wie die sogenannten Urinreiniger sind hauptsächlich auf die Beeinträchtigung dieser Methoden ausgerichtet. Mit "Proben" sind ausschließlich Urinproben gemeint.