LIEBESDROGEN
Als Liebesdrogen wurden Stoffe bezeichnet, die man hauptsächlich in zwei Gruppen einteilen kann. Die einen wurden beim Liebeszauber verwandt und hatten kaum oder keine direkte medizinisch nachweisbare Wirkung.
Psychologisch konnten sie trotzdem hilfreich sein, wenn nämlich der oder die Begehrte wußte, daß und von wem ihnen die Liebesdroge zugedacht war.
Gebraucht wurden aber auch echte Drogen, wobei wohl heute noch der Alkohol mit seiner enthemmenden Wirkung an erster Stelle stehen dürfte. Gefährlich werden können aber so "harte" Drogen wie die der Mandragora-Wurzel und die sogenannte "Spanische Fliege" - Mittel, die schon in geringer Dosis zu Krämpfen und zum Tode führen können.
Was in Drogerien und Apotheken und beim einschlägigen Fachversand zur Steigerung der Potenz und Liebeswilligkeit angeboten wird, besteht zumeist aus harmlosen Coffein-Kombinationen, die auf die Libido höchstens wie der Liebeszauber einen Placebo-Effekt ausüben können.