Kaffee

Vom abessinischen Hochland gelang der Kaffee im Mittelalter in den Jemen und von dort nach Arabien.
Durch die Mekka-Pilger wurde das Getränk im gesamten mohammedanischen Raum bekannt und gelangte von dort nach Europa. Im 17. Jahrhundert setzte in einigen Ländern ein Kampf gegen den Kaffeegenuß ein. So wurden beispielsweise in Istanbul Kaffeetrinker verprügelt und in Preußen erschreckten die sogenannten "Kaffeeschnüffler" die Damenwelt beim Kaffeekränzchen. Doch schon bald setzte sich bei den Regierenden die Einsicht durch, daß es sinnvoller wäre, die Droge zu legalisieren und durch eine entsprechende Besteuerung auch noch die staatlichen Kassen zu füllen.
Die Anbaugebiete für die aromatischen Bohnen liegen heute hauptsächlich in Lateinamerika, Afrika und Asien.
Der wichtigste Wirkstoff des Kaffees ist das Coffein. Es ist ein Krampfgift, das die Arterien des Gehirns, der Lunge, der Nieren und des Herzens erweitert und gleichzeitig das vasomotorische Zentrum reizt und somit den Blutdruck steigert. Das kann leicht anregen oder bis hin zum regelrechten Aufputschen reichen. In solchem Extremfall kann das Denken dann zusammenhanglos und fahrig werden.
Die Folgen von schleichendem Kaffeemißbrauch können allgemeine Nervosität und Schlafstörungen sein.
Außerdem werden verstärkt Gallenkolliken und Magengeschwüre festgestellt. Mehr als zehn Gramm Coffein sollen tödlich sein, wobei bisher wissenschaftlich exakt aber noch kein Kaffeetoter festgestellt werden konnte.