DESIGNER-DROGEN

Als viel gefährlicher für die Zukunft werden die sogenannten Designer-Drogen eingeschätzt, denen man sogar zutraut, daß sie die angestammten "harten" Drogen wie Heroin oder Kokain vom Markt verdrängen könnten.
Die sogenannten "Mind-Blowers" werden nicht aus natürlichen Pflanzenstoffen hergestellt. Ihre Zutaten, die leicht in jedem Mini-Labor zu einer Substanz mit einer ganz bestimmten Molekularstruktur zusammengemischt werden können, stammen aus dem chemischen Bereich.
Dadurch hat die Mischung nicht mehr den "Touch" der klassischen Droge, sondern wirkt eher wie ein Medikament, das gezielt für bestimmte Bedürfnisse des Käufers hergestellt wird. Für weite Kreise der Bevölkerung könnte sie daher akzeptabel wirken, zumal sich die Preise im "Taschengeld-Bereich" bewegen.
Die schlimmen Folgen des Konsums solcher Drogen sind so erheblich, daß der Staat gezwungen ist, darauf mit Verboten zu reagieren. Hier hat das Betäubungsmittel-Gesetz allerdings noch erhebliche Lücken, da es genügt, die Molekularstruktur der Droge und ihren Namen zu ändern, um davon nicht mehr erfaßt zu werden.

(Anm. des webmaster: Wie wir mittlerweile (alle?) wissen, ist XTC schon zu einer Seuche in den Discos geworden.)