ALKOHOL

Der Mensch hat wohl schon in prähistorischer Zeit entdeckt, daß sich kohlehydrathaltige Flüssigkeiten durch Gärung in ein berauschendes Getränk verwandeln.
Honigwasser wird zu Met, gekochter Getreidebrei zu Bier und Traubensaft zu Wein. Was zunächst nur der Zufall schenkte, vermochten wahrscheinlich schon die Kulturen vor den Sumerern (4.000 v. Chr.) und den alten Ägyptern absichtlich herzustellen, als sie entdeckten, daß für diesen Gärungsprozeß Hefen notwendig sind.
Hefe verhindert gleichzeitig, daß ein bestimmter Alkoholgehalt überschritten wird, denn bei einer Alkoholkonzentration von zehn bis fünfzehn Volumenprozent werden die Hefen abgetötet und weiteres Gären verhindert. Erst die Araber fanden heraus, daß das Rauschmittel durch Destillation konzentriert werden kann. Sie nannten es "das Feinste" - nämlich Alkohol.
Sowohl die hebräische, die griechische wie auch die germanische Mythologie schildern ausgedehnte Zechgelage. Auch in manchen Märchen wird Trinkfestigkeit als "besonders männlich" zu den Heldentaten gezählt.
Man weiß, daß früher der Alkohol in solchen Mengen getrunken wurde, die man heute kaum für vorstellbar hält. So sollen während der Renaissance englische Hofdamen täglich einen Liter Branntwein, adlige Klosterfrauen sechs bis zehn Liter Bier am Tag zu sich genommen haben. In den Mittelmeerländern waren Wein und Brot über Jahrhunderte Grundnahrungsmittel.

Mass und Wirkung


Pegeltrinker und Quartalssäufer


Gangster und Abstinenzler