4. Kapitel
Ähnlich ist es nun mit den Wirkungen von Cannabisprodukten auf das Zentralnervensystem und auf die Psyche der Haschischkonsumenten.
Das amotivationale Syndrom wird von Haschischfreunden negiert. Daß Haschisch einen Rausch auslöst, wird geschätzt und ist Grund, es zu genießen. Es sei daran erinnert, daß jeder Rausch gleichzeitig das Gefühl für Verantwortung mindert.
Die Aufmerksamkeit nimmt ab, das Handeln wird risikoreicher. Insofern wirkt sich der Haschischgenuß negativ auf das Verhalten eines Kraftfahrers aus.
Akustische und optische Sinneseindrücke werden häufig intensiver. Der eine oder andere Haschischkonsument kann auch Angstreaktionen und aggressives Verhalten zeigen.
Bei Cannabisprodukten wird der Drang, sich die Droge erneut zu verschaffen, nicht allein von der Drogenwirkung her gesehen, sondern auch von der gesellschaftlichen Umgebung. Der Gruppenzwang spielt bei der Gewöhnung an Haschisch eine erhebliche Rolle. Als wirksame Dosis wird beim Rauchen eine Menge von 2 bis 4 Gramm Haschisch oder 30 Gramm Marihuana angenommen. (Anm. des webmaster: Für einen? Für zwei? Oder für das Telecom-Team? ;-)
Das sind etwa 15 Milligramm Delta-9-THC. Diese Dosis führt zur Veränderung im Körpergefühl und in der Wahrnehmung. Das heißt, ab dieser Menge merkt der Haschischkiffer den gewünschten und ersehnten Rausch. Von 20 mg THC an kann bei dem einen oder anderen eine dysphorische Wirkung auftreten.
Unter Umständen zeigen sich Übelkeit und Angst, möglicherweise mit Halluzinationen gepaart. Wer weniger THC in sich aufnimmt, etwas über 2 mg etwa, der entspannt sich, kommt in gute Stimmung und genießt den milden Rausch mit leichter Benommenheit.
Aber gerade die leichte Benommenheit ist es, die wiederum das Verantwortungsgefühl mindert.
Leistungsfähigkeit und Reaktionsbereitschaft sind bei ungewohnten Tätigkeiten merklich eingeschränkt.
Der Haschischraucher selbst wird das in der Regel kaum merken. Zeitliche und räumliche Orientierung sind ebenfalls gestört, was der Einzelne selbst auch nur bedingt oder überhaupt nicht wahrnimmt. Gerade die subjektive Wahrnehmung stimmt mit der Realität nicht überein.
Die intellektuellen Beeinträchtigungen sind bei gelegentlichem Genuß vorübergehend. Bei Dauerkonsum können sie in einen chronischen Zustand übergehen. THC löst manchmal echte Psychosen aus. Die Schizophrenie ist eine solche nachfolgende psychotische Geisteskrankheit. Weiterhin kann sich Cannabis ungünstig auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken und ursächlich für Lungenerkrankungen sein.
Dabei ist zu beachten, daß der Teergehalt einer Haschisch-Zigarette etwa viermal höher ist als der einer normalen Zigarette.
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