Einleitung

Wir sind fasziniert von der ökologischen Verwendbarkeit des Hanfs. Diese Broschüre soll aufklären und helfen Vorurteile abzubauen. Immer noch geraten viele Zeitgenossen in Panik, wenn sie das Wort Cannabis hören. Die Botschaft vom Teufelskraut - und damit der Zusammenhang mit Sucht, Kriminalität, Verelendung - sitzt nach wie vor in den Köpfen. Unsere Grossväter sahen das Gefahrenpotential des Hanfs sehr viel nüchterner. Sie hätten ihre staatlichen Autoritäten ausgelacht, wäre der "Knaster", wie man das Hanfkraut nannte, als gefährliches Rauschgift oder Einstiegsdroge deklariert worden. Für sie war selbstverständlich, dass Hanfblüten in den Apotheken als Medizin und im Tabakhandel als "starker Tobak" angeboten wurde.

Von einer solchen Normalisierung sind wir noch weit entfernt. Doch mit der Wiederkehr des Hanfs auf die Felder und in die Verkaufsläden, mit seiner Renaissance als Heilmittel in der Medizin und mit der Selbstverständlichkeit, mit der über das einstige Tabu-Thema Cannabis wieder geredet wird, gerät endlich auch die gesamte Pflanze wieder in den Blickpunkt.

Das Monster "Mörderdroge" sackt mit jedem neuen nützlichen Hanfprodukt ein Stückchen mehr in sich zusammen. So kommt die Wahrheit über die Hanfpflanze langsam an den Tag. Ihr Nutzen, der jahrzehntelang unterschätzt wurde, stellt alle anderen Nutzpflanzen in den Schatten, während ihr Gefahrenpotenzial als Rauschmittel im objektiven Vergleich zu allen anderen Drogen, vor allem Alkohol, Tabak, Opiate geradezu lächerlich gering ist. Die gesamte Medizingeschichte kennt keinen einzigen Hanf-Toten, die Pharmakologie kaum ein ungiftigeres Kraut als Hanf.