Psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung

Vielleicht merkst Du nach einiger Zeit in der Substitution, dass psychische Probleme Dich so stark belasten, dass Du therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen möchtest.

Psychische Störungen oder Krankheiten können auch bei Dir auftreten. Sie sind nämlich garnicht so selten. Und häufig ist der Opiatkonsum ein Versuch, die Symptome psychischer Erkrankungen in "Selbsthilfe" zu behandeln. Es kann sein, dass Du in der Substitution zusätzlich psychotherapeutisch oder psychiatrisch (auch medikamentös) behandelt werden musst, wenn Du zum Beispiel unter starken Depressionen leidest.

Um herauszufinden, ob und wie sehr Du unter einer psychischen oder psychiatrischen Erkrankung leidest, ist es in der Regel am besten, wenn Du ins Krankenhaus gehst. Dort haben die Ärzte mehr Zeit zur Beobachtung und Abklärung als in einer niedergelassenen Arztpraxis. Die Diagnose und daraus entwickelte Therapiemaßnahmen (mit Medikamenten und/oder Gesprächen) sind dementsprechend meist besser.

Da es leider nicht viele Therapeuten, Psychiater und Nervenärzte gibt, die Substituierte behandeln, wendest Du Dich, Dein Substitutions-Arzt oder Deine PSB sich an die Clearingstelle für Substitution (Tel. 395 90 21), die Dir bei der Suche nach einem geeigneten Fachmenschen behilflich ist. Eine Psychotherapie oder eine psychiatrische Behandlung wird unter bestimmten Voraussetzungen von Deiner Krankenkasse bezahlt. Trotzdem kannst Du Deine PSB behalten.