KOKAIN - CRACK - FREEBASE
WIRKSTOFF: KOKAINHYDROCHLORIDANWENDUNG:
Der Konsum von Koka hat eine sehr lange Tradition. In Südamerika wurde es Jahrhundertelang dazu benutzt, die Leistung der Arbeiter zu steigern.
In einigen Ländern des Subkontinents ist das Kauen von Kokablättern auch heute noch üblich. Kokablätter wirken jedoch viel schwächer als das auf dem Markt gehandelte Kokain. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Österreich erstmals das Kokainhydrochlorid aus Kokablättern herausgelöst und zu medizinischen Zwecken verwendet.
Freud experimentierte mit Kokain und setzte es bei der Behandlung von Depressionen, Alkoholsucht und Morphiumabhängigkeit ein. Außerdem wurde entdeckt, daß sich Kokain als Lokalanästhetikum eignet. Coca-Cola, Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, enthielt damals einen Auszug aus Kokablättern. Er wurde später durch Koffein ersetzt.Das aus der Kokapflanze gewonnene Kokain wird als weißes Pulver verkauft, das häufig mit anderen Mitteln (z.B. Milchzucker, Amphetaminen) gestreckt ist. Das marktübliche Kokain hat keinen sehr hohen Reinheitsgrad. Es wird, entsprechend aufbereitet, geraucht, gesnieft oder gespritzt. Kokain kann über alle Schleimhäute aufgenommen werden.
WIRKUNG:
Durch Kokain wird Dopamin (ein Neurotransmitter, = Botenstoff) langsamer abgebaut, weshalb es zunächst in höherer Konzentration vorhanden ist. Die Dopaminproduktion selbst wird jedoch vermindert.
Zugleich steigt die Konzentration des Botenstoffs Noradrenalin. Die Folgen sind erhöhter Puls und Blutdruck sowie erhöhte Atemfrequenz.
Gleich nach der Einnahme von Kokain steigt das Selbstwertgefühl enorm an.
Man fühlt sich fit, ist hellwach, geistig klar und energiegeladen. Kokain baut Hemmungen ab und regt die sexuelle Phantasie an, wobei der Orgasmus verzögert wird. Die Wirkung hängt jedoch stark von der seelischen Ausgangslage ab und kann deshalb sehr stark variieren.Der Konsum von Kokain kann:
Herzrattern und Atemnot führen. Je schneller Kokain in den Blutkreislauf gelangt, desto größer ist die Gefahr einer Überdosierung: sie hängt also nicht nur von der Dosis, sondern auch von der Aufnahmegeschwindigkeit ab.
Bei regelmäßigem, starkem Kokainkonsum nimmt das Interesse an Sex ab. Es kann sogar zeitweilige Impotenz auftreten.
Nach Abklingen der Wirkung (nach ca. 20-60 Minuten) setzt der "Comedown" ein mit Unzufriedenhert, depressiven Gefühlen und Angst.
Oft wird versucht, diese negativen Wirkungen mit einer neuen "Line" zu verringern, was zu zwanghaftem, suchtartigem Gebrauch führen kann.
Kokain macht zwar nicht körperlich abhängig (keine Toleranzentwicklung, keine körperlichen Entzugserscheinungen), aber psychisch, und zwar sehr schnell.
Die Folge häufigen Konsums ist ein allgemeiner körperlicher Abbau.
Ständiges Sniefen zerstört die Nasenscheidewand. Es kann zu Schlaganfällen und Herzproblemen kommen.
Psychische Probleme äußern sich in akuten Angstanfällen oder paranoiden Wahnvorstellungen, die zunächst meist medikamentös behandelt werden.
Bei akuten Notfällen - psychischer wie körperlicher Art - ist in jedem Fall ärztliche Hilfe nötig.
"Speedball" ist ein Drogencocktail aus Kokain und Heroin. Die bewußtseinstrübende Wirkung von Heroin wird durch Kokain aufgehoben.
Kokain wird in Lines gelegt und geschnupft. WICHTIG ZU WISSEN:
Kokain unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz.
Konsum und Besitz sind illegal.(Anm. des webmaster:
die "Line" scheint ein wenig übertrieben...)Crack ist eine aus Kokain gewonnene Substanz (Kokainderivat} und wird geraucht. Es wirkt erheblich stärker als Kokain. Die Wirkdauer ist jedoch weit- aus kürzer (ca. 3-5 Minuten). Crack birgt ein viel höheres Suchtpotential als Kokain, da Wirkung und Come-down stärker sind. Die körperlichen und psychischen Folgen ähneln denen des Kokainkonsums. Crack wirkt außerdem stark lungenschädigend.